Die Phytotherapie (griech.: Pflanzenheilkunde) ist die älteste naturheilkundliche Therapieform. Sebastian Kneipp und Maria Treben sprachen von der Apotheke Gottes. In den verwendeten Heilpflanzen befinden sich viele Wirkstoffe wie Schleimstoffe, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Vitamine und Enzyme, die sich positiv auf Erkrankungen und physische Störungen auswirken.
Zum Beispiel der durch das Herzmittel Digoxin allgemein
bekannte rote Fingerhut (lat. digitalis purpurea) oder der Schlafmohn bzw.
dessen Opiate sowie die Mistel, die in der alternativen, unterstützenden
Krebstherapie eingesetzt werden.
Von den Pflanzen werden entweder Pflanzenteile wie Blätter, Wurzeln, Blüten
und Säfte oder die ganze Pflanze zu Tees, Sirupen, Tropfen und Pulvern aufbereitet.
Die Phytotherapie wird sowohl innerlich als auch äußerlich in Form von
Umschlägen, Waschungen, Spülungen, Angüssen oder Salben angewandt.
Ebenso wie andere alternative Heilmethoden wird auch diese individuell
und ganzheitlich eingesetzt und sich nicht nur an Symptomen orientiert.
,,Die Natur ist die beste Apotheke."
(Sebastian Kneipp)